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Die 4 größten Irrtümer über Krampfadern – was Ulmer Venenpatienten wirklich wissen sollten

  • samanthafotografie
  • 22. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Die 4 größten Irrtümer über Krampfadern – was Ulmer Venenpatienten wirklich wissen sollten

Ein Beitrag mit Dr. med. Julian Zimmermann, Facharzt für Gefäßchirurgie und Phlebologie in Blaustein bei Ulm

Über kaum ein Gefäßleiden halten sich so hartnäckige Falschannahmen wie über Krampfadern. Dr. med. Julian Zimmermann hört sie in seiner Praxis in der BlausteinKlinik fast jede Woche – von Patientinnen und Patienten aus Ulm, Neu-Ulm und der gesamten Region. Nach mehr als 30 Jahren als Gefäßchirurg und Phlebologe und mehreren Tausend Eingriffen am Venensystem kennt er die immer gleichen Sätze auswendig. Im Interview erklärt er, warum sie falsch sind – und warum sich das oft erst Jahre später schmerzhaft zeigt.

Irrtum 1: "Keine Krampfadern – kein Venenproblem"

Der aus ärztlicher Sicht gefährlichste Irrtum überhaupt, warnt der Gefäßspezialist. Die tiefen Leitvenen verlaufen unsichtbar unter der Muskulatur. Eine Schwäche dort zeigt sich äußerlich oft gar nicht – verursacht aber trotzdem Schwellungen, ein Schweregefühl in den Beinen und Hautveränderungen, die jahrelang als harmlos abgetan werden. Wer also wartet, bis er sichtbare Krampfadern entdeckt, wartet nach Einschätzung von Dr. Zimmermann auf das falsche Signal.

Was das bedeutet: Auch ohne äußerlich sichtbare Venen kann eine ernstzunehmende Venenschwäche vorliegen. Beschwerden wie schwere, müde Beine oder wiederkehrende Schwellungen sollten unabhängig vom äußeren Erscheinungsbild fachärztlich abgeklärt werden.

Irrtum 2: "Das ist doch nur kosmetisch"

Nach Einschätzung von Dr. Zimmermann der häufigste – und zugleich folgenreichste – Irrtum. Die Vorstellung, Krampfadern würden zwar optisch stören, aber ansonsten keinen Schaden anrichten, ist medizinisch schlicht falsch. Erweiterte, funktionsunfähige Venen zeigen, dass das venöse Drucksystem im Bein aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dieser dauerhaft erhöhte Druck schädigt über Jahre das umliegende Gewebe, führt zu Hautveränderungen und Schwellungen – und kann im fortgeschrittenen Stadium in einer offenen Wunde enden, die ohne Behandlung nicht mehr von selbst abheilt.

Was das bedeutet: Eine Krampfader ist ein medizinischer Befund, keine reine Schönheitsfrage. Je früher die Ursache behandelt wird, desto geringer das Risiko für Folgeschäden wie das offene Bein (Ulcus cruris venosum).

Irrtum 3: "Das betrifft doch nur ältere Menschen"

Auch das stimmt laut Dr. Zimmermann so nicht. In seiner Praxis behandelt er regelmäßig Patientinnen und Patienten in ihren Dreißigern mit klinisch relevanter Venenschwäche. Die Veranlagung dazu ist häufig genetisch bedingt: Wer Eltern mit Venenproblemen hat, trägt ein erhöhtes Risiko und zeigt oft schon früher erste Veränderungen als gedacht. Begünstigende Faktoren wie langes Sitzen, wenig Bewegung oder eine Schwangerschaft beschleunigen den Prozess zusätzlich bei entsprechender Veranlagung. Das Alter selbst ist dabei kein verlässliches Kriterium – die tatsächliche Venengesundheit hingegen schon.

Was das bedeutet: Auch jüngere Erwachsene sollten frühzeitige Anzeichen wie Schweregefühl, Krämpfe oder sichtbare Äderchen ernst nehmen, insbesondere bei familiärer Vorbelastung.

Irrtum 4: "Man muss warten, bis es schlimm genug ist"

Auch hier ist das Gegenteil richtig, sagt Dr. Zimmermann. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt seit rund 30 Jahren auf minimalinvasiven Eingriffen nach den modernsten Methoden – und genau diese Verfahren entfalten ihren vollen Nutzen nur dann, wenn man früh genug in die Praxis kommt. Ohne große Schnitte, mit kurzen Ausfallzeiten und mit Ergebnissen, die vor einer Generation noch nicht möglich waren. Wer zuwartet, behandelt am Ende oft nur noch Spätschäden statt der eigentlichen Ursache – und verschenkt damit die besten und schonendsten Behandlungsoptionen.

Der Tipp aus der Praxis: Wer wegen Krampfadern oder Venenbeschwerden ohnehin einen Termin wahrnimmt, hat laut Dr. Zimmermann bereits den wichtigsten Schritt getan – den Weg in die richtige Praxis. Viele Patientinnen und Patienten nutzen diesen Anlass gleich mit, um zusätzlich einen umfassenden Gefäß-Check durchführen zu lassen: Halsschlagadern, Bauchschlagader und Beinarterien in einer einzigen Untersuchung, mit Ergebnis noch am selben Tag. Da dafür ausreichend Zeit eingeplant werden sollte, empfiehlt sich hierfür in der Regel ein eigener, gesonderter Termin.

Wann sollten Sie einen Venenarzt aufsuchen?

Typische Warnzeichen, die eine Abklärung beim Facharzt für Gefäßchirurgie und Phlebologie sinnvoll machen:

  • Schweregefühl oder Schwellungen in den Beinen, besonders abends

  • Sichtbare Krampfadern oder Besenreiser

  • Familiäre Vorbelastung mit Venenerkrankungen

  • Langes Stehen oder Sitzen im Berufsalltag

  • Erste Hautveränderungen im Unterschenkelbereich

Über Dr. med. Julian Zimmermann

Dr. med. Julian Zimmermann ist niedergelassener Chirurg in den BlausteinPraxen sowie Belegarzt in der BlausteinKlinik in Blaustein bei Ulm. Facharzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie mit den Zusatzbezeichnungen Phlebologie und Endovaskulärer Chirurg. Behandlungsschwerpunkte: Venenerkrankungen, chronische Wunden, Weichteiltumore und Verödungstherapie.

Er behandelt Patientinnen und Patienten aus Ulm, Neu-Ulm, Biberach, Ravensburg, Memmingen, Augsburg, Stuttgart und dem gesamten Umkreis von 100 km.

Termin vereinbaren: BlausteinPraxen · Erhard-Grözinger-Straße 102 · 89134 Blaustein Tel. 0731 95350 · www.venen-gefaessspezialist-ulm.de

 
 
 

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Dr. Julian Zimmermann – Ihr Spezialist für Venen- und 
Gefäßerkrankungen in Ulm und der Region. Patienten aus 
Neu-Ulm, Biberach, Ehingen, Lindau, Stuttgart, Heidenheim und Memmingen 
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